Von Rixfeld nach Herbstein

Zur diesjährigen Winterwanderung am Sonntag, 22. Februar, trafen sich die Teilnehmer des SSV Lauterbach am alten Bahnhof in Rixfeld. Bei typischem Winterwetter um diese Jahreszeit – grau, kühl und mit leicht feuchtem Boden, den Schnee knapp verpasst – machte sich eine kleine, aber gut gelaunte Gruppe von fünf Wanderern auf den Weg in Richtung Herbstein. Auch wenn die Beteiligung beim Start überschaubar war, tat dies der Stimmung keinen Abbruch.

Bereits kurz nach dem Aufbruch führte die Strecke entlang dem Vulkanradweg durch die offene Feldlandschaft rund um Rixfeld. Auf einer Anhöhe passierten die Wanderer zwei markante steinerne Säulen, die wie stille Zeugen vergangener Zeiten in der Landschaft stehen. Relikte dieser Art erinnern an frühere Bebauungen oder Grenzmarkierungen. Tatsächlich handelt es sich hierbei um die Überreste eines von mehreren Galgen. Im ersten viertel des 19. Jahrhunderts soll sogar noch ein Balken auf den Säulen gelegen haben.

Ein weiteres Highlight auf dem Weg war ein Storchennest, das weithin sichtbar auf einer hohen Stange thront und bereits bezogen wurde. In der Region um Herbstein und im Vogelsberg sind Störche inzwischen wieder häufiger anzutreffen. Das Nest, das über den Feldern wacht, bot einen schönen Fotomoment und zeigte, dass selbst im Winter die Natur ihre besonderen Eindrücke bereithält.

Unterwegs legte die Gruppe auch eine kleine Pause an der idyllisch gelegenen Kreuzkapelle im Eichholz bei Herbstein ein. Es handelt sich dabei um eine kleine historistische Fachwerkkapelle, erbaut durch bürgerliches Engagement. Bereits vor dem Bau der Kapelle war der Platz von Bedeutung, da sich hier – zwischen Herbstein und Hopfmannsfeld – mehrere Wege kreuzten. Vor dem geschmückten Eingang stärkten sich die Wanderer mit einem heißen Getränk – eine willkommene Rast bei den kühlen Temperaturen.

Mit einigen Umwegen führte die Strecke schließlich weiter nach Herbstein. Dort angekommen, kehrten die Wanderer in der Wirtschaft „Pokoj“ ein. In geselliger Runde stießen später noch weitere Vereinsmitglieder dazu, sodass der Tag in größerer Gemeinschaft einen gemütlichen Ausklang fand.

(Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)